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Flisom baut eine flexible 15 MW CIGS Produktionsstätte auf

Flisom erhält Finanzierung zum Aufbau einer flexibles 15 MW CIGS Produktionsstätte

DÜBENDORF, Zürich, Schweiz – 13. Februar 2013 – Flisom, eine Schweizer Firma, die innovative Technologien zur Herstellung flexibler Dünnschicht CIGS Solarmodule (Kupfer-Indium-Gallium-(Di)Selenid) entwickelt, hat eine erheblich hohe Investition erhalten, um ihre Technologien weiter entwickeln zu können und eine Produktionsstätte mit einer jährlichen Kapazität von 15 MW in der Schweiz zu bauen. Neben Erhalt der finanziellen Unterstützung unterzeichnete Flisom außerdem ein Abkommen über Unterstützung bei Forschung und Entwicklung im Bereich hocheffizienter flexibler CIGS Solarzellentechnologie mit Empa, der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt.

Flisoms dritte Finanzierungsrunde wurde durch Einstieg eines Schweizer Investors, zusätzlich zu Flisoms bestehendem strategischem Investor, Tata, Indiens größtes und hoch angesehenes Unternehmen, vollendet.

„Dieses neue Investment bezeichnet die Zufriedenheit der Investoren mit Flisoms Fortschritt in Richtung der Entwicklung von industrieller Fertigungstechnologie der Rolle-zu-Rolle Produktion flexibler Solarmodule. Das 15 MW Werk wird als Blaupause für die Entwicklung noch größerer Werke dienen, in denen flexible Solarmodule zu geringen Kosten hergestellt werden sollen,“ sagte Flisoms vorläufiger Geschäftsführer, Marc Kaelin. „Flisoms Technologie hat das Potential dabei zu helfen, Solarenergie kostengünstig zu machen.“ „Bei Tata haben wir großes Interesse daran, der Firma dabei zu helfen, ihre Vision umzusetzen. Solche Technologien haben das Potential viele Leben zum Besseren zu wandeln,“ fügt K.R.S. Jamwal, Geschäftsführer bei Tata, hinzu.</p> <p>Wir bewundern das Team und die Technologie, die auf Empas rekordträchtiger Effizienz von über 20 % für CIGS beruht, von der wir hoffen, dass sie erfolgreich erhöht werden kann. Die Finanzierung wird es Flisom ermöglichen, Equipment zu beschaffen und mehr Fachpersonal einzustellen, um eine innovative Schweizer Technologie industrielle Wirklichkeit werden zu lassen.“

Flisoms leistungsstarke Produkte, Prozesse und Systeme könnten, dank geringem Materialverbrauch, wirtschaftliche Fertigungstechnik und reduzierten Lagerungs-, Transport- und Montagekosten, den Preis für Solarenergie senken. Bereiche, die Flisoms Fertigungstechnologie für flexible Solarmodule ansprechen könnten, sind unter anderem große Solarfarmen, gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV), Photovoltaik an Gebäuden (BAPV), Transport, transportable Energie und Elektronik.

Rolle-zu-Rolle Produktion als Schlüssel

Die Fertigungstechnologie ist die Rolle-zu-Rolle Produktion flexibler Solarmodule, die die Abscheidung von CIGS Dünnschicht auf Polymerfolien nutzt. Flisom wurde als Ausgründung des Laboratoriums für Festkörperphysik der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) etabliert und entwickelte anschließend proprietäre Instrumente und Prozesse für die Herstellung von Solarmodulen. Nachdem Flisom auf Empas Dübendorfer Campus gezogen war, arbeitete die Firma bei verschiedenen Projekten mit Empas Labor für Dünnschicht und Photovoltaik zusammen, welches von Ayodhya Nath Tiwari geleitet wird. Am 17. Januar 2013 gab Empa bekannt, dass ihre flexiblen Solarzellen eine Photovoltaik Umwandlungseffizienz von 20,4% erreichten – ein Weltrekord im Bereich der CIGS-Technologie, der dem Effizienzrekord für polykristalline Si-Wafer Solarzellen gleichkommt.

“„Dies für großflächige Solarmodule auszubauen und die komplexen innovativen Prozesse für industrielle Herstellung anzupassen ist eine ganz schöne Herausforderung, die eine enge Zusammenarbeit zwischen den Forschungslaboren und den Industriepartnern erfordert,“ sagt Pierangelo Groening, Abteilungsleiter für Moderne Materialen und Oberflächen sowie Vorstandsmitglied bei Empa.

„Deshalb haben Empa und Flisom einen Kooperationsvertrag, der verschiedene Themen der flexiblen CIGS-Technologie behandelt, unterzeichnet und Empa hat Tiwari in Teilzeit als Senior Strategic Officer beauftragt, Flisom bei weiteren Entwicklungen zu unterstützen, was für Empas Langzeit Strategie, junge Unternehmen mit globalen Ambitionen zu fördern, instrumental ist. Dies ist eine ganz besondere Art des Techniktransfers – durch das Teilen von sehr erfahrenen Mitarbeitern. Wir gehen davon aus, dass Flisom von Ayodhya Tiwaris Wissen und Erfahrung sehr profitieren wird. Ich sehe dies als Anstoß für die neue Entwicklungsphase der Firma“, sagte Empas Geschäftführer, Gian-Luca Bona. „Der Erfolg unterstreicht außerdem,“ fuhr Bona fort, „Empas Stärke im Bereich erneuerbarer Energien und, ganz besonders, im Bereich der Photovoltaik. Wir haben einige Labore hier bei Empa, die sich der Entwicklung verschiedener innovativer Dünnschichttechnologien für Solarenergie widmen.“

„Neben Flisoms Erfolg bei der Kapitalaufbringung, sind wir auch von der hohen Umwandlungseffizienz der Photovoltaik, die unsere wissenschaftlichen Partner bei Empa erzielt haben, sehr beeindruckt“, sagt Flisoms vorläufiger Geschäftsführer Kaelin. „Wir freuen uns darauf, von Empas Erkenntnissen, durch welche die Effizienz flexibler Solarmodule erhöht wurde, die mit Flisoms industrieller Rolle-zu-Rolle Vakuumbeschichtungstechnik produziert werden, zu profitieren.“

Über die Flisom AG,

Die Flisom AG, eine Schweizer Firma mit Sitz in Dübendorf, im Kanton Zürich, entwickelt Technologien für industrielle Rolle-zu-Rolle Produktion von flexiblen Solarmodulen, die auf Kupfer-Indium-Gallium-(Di)Selenid (CIGS) Photovoltaik Absorbertechnik basieren. Die Großserienproduktion leistungsstarker CIGS Solarmodulen mit Flisoms Technik würde von einigen Vorteilen des Rolle-zu-Rolle-Produktionsprozesses profitieren, um geringere Produktionskosten erzielen zu können. Geringes Gewicht und Flexibilität sind weitere Vorteile für den Transport, die Integration des Produktes und die einfachere Installation der Systeme, was zu weiterer Kostenreduktion für fest installierte Solarsysteme führen würde. Flisom wurde 2005 als Ausgründungsfirma des Laboratoriums für Festkörperphysik der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) ins Leben gerufen.

Über Empa, www.empa.ch

Als interdisziplinäre Forschungseinrichtung erforscht Empa, die Schweizer Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, neuartige Materialien und Technologien. Empas F&E Aktivitäten konzentrieren sich darauf, die Anforderungen der Industrie und die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen und so anwendungsorientierte Forschung zur praktischen Umsetzung neuer Idee zu verbinden. Daher ist Empa in der Lage, ihren Partnern individuelle Leistungen und Lösungen zur Verfügung zu stellen, die nicht nur ihren Innovationsvorsprung und ihre Wettbewerbsfähigkeit fördern, sondern sie kann auch dabei helfen, die Lebensqualität der breiten Öffentlichkeit zu verbessern. Durch effizienten Techniktransfer kann Empa Forschungsergebnisse zu marktfähigen Innovationen machen. Als Teil des ETH-Gebiets, verpflichtet Empa sich, in all ihren Aktivitäten exzellente Ergebnisse zu erzielen.